"SPIEGEL-Buchpreis": Kulturelles Kapital

"SPIEGEL-Buchpreis": Kulturelles Kapital
Eine der zahlreichen Möglichkeiten, die Glaubwürdigkeit von Qualitätsjournalismus zu torpedieren: Affiliate-Geschäfte

Oh, schön: Heute gibt's einen neuen Literaturpreis! Aber warum gibt's beim "SPIEGEL-Buchpreis" außer leerem Geschwätz für die Autoren eigentlich nix zu gewinnen? Einfache Antwort: Weil eine Dotierung den Business-Case kaputt machen würde.

Den Preis gibt's nur, damit irgendwelche Erbsenzähler-Abteilungen via Amazon-Links oder im SPIEGEL-Shop ein bisschen Kohle machen können. Das nennt sich Affiliate-Geschäft. Wenn die Buchhaltung am Ende des ganzen Literaturzirkus' auch noch 25.000 Euro an irgendeinen dieser nichtsnutzigen Schreiberlinge abdrücken müsste, ginge die ganze Rechnung nicht auf.

Ausserdem würde ein Preisgeld ja auch gar keinen Sinn machen. Denn jeder weiß: Kunst ist zum Melken da.

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